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Wohin mit Erdaushub?

Donnerstag, den 05. Juli 2018

Angela Dorn (DIE GRÜNEN) informiert sich über Chancen und Herausforderungen beim Garten und Landschaftsbau.

Die Landesvorsitzende der GRÜNEN und Landtagsabgeordnete Angela Dorn informierte sich beim Besuch des nordhessischen GaLaBau-Betriebes Niklas Sobotta in Niedenstein über die Anliegen kleiner und mittelständischer Landschaftsbaubetriebe. Vor allem die kostenintensive Entsorgung von Erdaushub kam dabei zur Sprache.

„Gerade die teure Entsorgung von Erdaushub bei Verfüllbetrieben und Deponien sorgt derzeit bei den Landschaftsgärtnern für Kopfzerbrechen“, berichtet Betriebsinhaber Niklas Sobotta. Böden und Erden werden immer seltener an einer anderen Stelle verbaut. Nicht nur die mehrfache Beprobung der Erde schlägt sich als Kostenfaktor auf Privatkunden und Kommunen nieder. Auch die Frage, wo der Aushub entsorgt werden kann, kann nicht einfach beantwortet werden, denn Deponieraum ist knapp. Hier herrschen auch je nach Bundesland unterschiedliche Regelungen. Hier fordert der FGL den Ausbau von Deponie-Kapazitäten, vereinfachte Vorschriften bei der Analyse von Bodenproben und einen stärkeren Einsatz von Recycling-Baustoffen.

Insbesondere bei Bauvorhaben, wie es auch im GaLaBau der Fall ist, muss auf Grund fehlender Verwertungsmöglichkeiten das anfallende Material anderweitig untergebracht werden. Noch 2010 lag die Wiederverwertung von Boden und Steinen z.B. zur Landschaftsgestaltung bundesweit bei ca. 88%. Die Anzahl der Verfüllbetriebe in Hessen ist allein im Zeitraum 2003 bis 2012 aber um ein Viertel gesunken, das heißt, Deponieraum ist in der Fläche nicht ausreichend vorhanden. Nicht nur der Kostenfaktor spielt für Angela Dorn eine Rolle: „Lange Transportwege zu den verfügbaren Deponien haben direkte Auswirkungen auf die Umwelt und die Gesellschaft: Der CO²-Ausstoß erhöht sich, LKWs verursachen mehr Lärm in den Wohngebieten und die Straßen leiden langfristig unter dem Transport. Die Stärkung von Recycling und kurze Transportwege sind ein gemeinsames Anliegen. Die aufgeworfenen Fragen werde ich mit den zuständigen Ministerien zurücksprechen.“

Abschließend packte Angela Dorn auf einer eine Baustelle des nordhessischen Garten- und Landschaftsbaubetriebes mit an. Niklas Sobotta hat sich auf den Bau von Schwimm- und Badeteichen spezialisiert. Hier konnte Angela Dorn an der Befestigung eines Badeteiches mitarbeiten und transportierte Material mit dem Ketten-Dumper zur Baustelle.

Bildunterschrift:
Die Landesvorsitzende der Grünen Angela Dorn befüllt unter Anweisung eines Mitarbeiters den Ketten-Dumper.

 

Pressemitteilung Galabau Hessen-Thüringen


Elias Knell bei den nordhessischen Landschaftsgärtnern

Freitag, den 08. September 2017

Kommunale Betriebe stehen in Konkurrenz zur Privatwirtschaft. Durch Änderungen der Umsatzsteuergesetzgebung werden unter bestimmten Bedingungen die Leistungen kommunaler Betriebe umsatzsteuerfrei gestellt. Auch die Novellierung der Vergabebedingungen hat zur Folge, dass die wirtschaftlichen Spielräume der öffentlichen Hand vergrößert geben. Hierbei werden unfaire Wettbewerbsbedingungen geschaffen, mit denen mittelständische Betriebe zu kämpfen haben.

Dabei benötigt auch die öffentliche Hand fachlich qualifiziertes Personal. Um dem wachsenden Fachkräftebedarf gerecht zu werden, bilden Betriebe, wie Niklas Sobotta Garten- und Landschaftsbau in Niedenstein, ihren Fachkräftenahwuchs gleich selbst aus. Davon konnte sich Elias Knell, FDP-Bundestagskandidat für den Kreis Frankenberg und Schwalm-Eder am vergangenen Freitag überzeugen: Knell begleitete die nordhessischen Landschaftsgärtner einen Tag lang im Rahmen der Initiative „GaLaBau in Politik & Praxis“, bei der der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Hessen-Thüringen e. V. die Kandidaten für die Bundestagswahl 2017 in Hessen und Thüringen in die Betriebe einlädt.

Frühmorgens fand sich der FDP-Politiker auf dem Betriebshof von Sobotta zum Gespräch mit dem Unternehmer ein. Dabei lobte Knell die im GaLaBau steigenden Ausbildungszahlen und unterstrich die Bedeutung der dualen Ausbildung. Es sei erfreulich, dass erstmals in diesem Ausbildungsjahr die Zahlen der Berufsstarter stiegen.

Als Praktikant für einen Tag ging es für den Bundestagskandidaten auch auf die Baustelle: Hier konnte sich Knell von der Vielseitigkeit des Landschaftsgärtnerberufes überzeugen: Gemeinsam mit seinen neuen Kollegen legte Knell beim Bau eines Naturschwimmteichs mit Hand an.

 

Pressemitteilung Galabau Hessen-Thüringen